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„Du fade Sau!“

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Sitzt gut ohne Anliegen: Lydia Haider

Foto: ORF/Apollonia Theresa Bitzan

Aus 88 „Gesängen“ besteht das Lyrik-Debüt der österreichischen Schriftstellerin Lydia Haider. Dieses Gesangbuch kommt dem Duktus einer katholischen Messe nah, Lydia Haider ist in Oberösterreich geboren, und dort findet man schwer einen Flecken, auf den kein Kirchturm einen Schatten wirft. Es wäre leicht, den kürzlich in der Kölner Parasitenpresse erschienenen Gedichtband (auch) als religionskritische Abrechnung mit der katholischen Kirche zu lesen. Diese Vereinfachung – „Halleluja, du Trottel – geht jedoch nicht auf.

Haiders Romandebüt hieß Kongregation (Müry Salzmann 2009), wie der Zusammenschluss mehrerer Klöster also, und griff bereits biblische und liturgische Motive auf, der Plot: sieben rätselhafte To…

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