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Verkürzte Kritik am Markt

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Das emanzipatorische Potenzial des Marktes wird oft unterschätzt Foto: Timothy A. Clary/AFP/Getty Images

Der Markt, so hören wir immer wieder, führt zu Gewinnern auf allen Seiten. Aus dem Spiel aus Angebot und Nachfrage erwachse Fortschritt, vielen Menschen werde erst durch den einsetzenden Preiskampf überhaupt der Zugang zu bestimmten Gütern gewährt. So weit die Lesart des dominanten Marktfundamentalismus. Die Rede ist vom Homo oeconomicus; der nutzenmaximierende rationale Mensch, der mit anderen nur nach Abwägung aller Vor- und Nachteile interagiert. Welche Spuren dieses Dogma in unseren Köpfen bereits hinterlassen hat, zeigte die marginale Kritik an Angela Merkels Plädoyer für eine „marktkonforme Demokratie“ – die Menschen haben demnach der Ökonomie zu dienen und nicht anders…

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