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Der Minister in unserem Handy

Beinahe umbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Deutsche Bundestag vergangene Woche ein neues Instrument der Überwachung beschlossen. Ab sofort können die Unsicherheitsbehörden in die digitalen Endgeräte der Bürger Abhörwerkzeuge einschleusen. Das bedeutet, dass der Staat mithören, -lesen, -schneiden kann, was die Nutzer an Kommunikation über Computer oder Smartphone abwickeln – also alles, was wir untereinander austauschen. Der Innenminister sitzt quasi im Herzen unserer Mobiltelefone. Das Mittel, mit dem er abhört, wird in der Debatte gern Staatstrojaner genannt.

Irgendwo muss freilich etwas schiefgelaufen sein in der modernen Interpretation der Symbolik griechischer Mythologie. Das Pferd des Epeios, es war das Mittel zur Eroberung Trojas – also waren die Trojaner die Opfer der List …

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