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Überforderung ja, aber bitte heimlich

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Man darf als Mutter schon überfordert sein, aber man darf es sich eben nicht anmerken lassen

Foto: Scanpix/IMAGO

Falls es eine Schreckfigur der Mutterschaft gibt, dann ist es die überforderte Mutter. Dabei bedeutet Mutterschaft immer schon Überforderung, sodass wir allenfalls von einer graduellen Verschiebung auf der Skala sprechen können, die zwischen situativer Überforderung und totalem Burnout oszilliert. Die Idealvorstellung von Mutterschaft fordert nichts weniger als totale Liebe – kein Wunder also, wenn die totale Erschöpfung folgt. Bevor es Long Covid gab, gab es Long Mutterschaft. Einem Wesen bedingungslose Liebe zu spenden, das irgendwann in die Pubertät kommt, in der es uns hassen oder ignorieren wird, ist der Forderung schon genug. Auch das Kleinkindalter spart nicht …

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