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Progressiv, zugleich reaktionär

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Der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuss (r.) auf der ersten Documenta, 1955

Foto: Erich Müller

Auch wenn die Kasseler Documenta längst ein internationales Megaereignis ist – die Kunst lässt die deutsche Geschichte immer wieder aufflackern. Auf der Documenta 6 (1977) wurde durch Beryl Korots Videoinstallation Dachau zum ersten Mal der Holocaust auf der Weltkunstschau thematisiert, auf der jüngsten Ausgabe 2017 zeigte Maria Eichhorn ihr Forschungsprojekt zu Nazi-Raubkunst und Forensic Architecture ermittelte zum NSU-Mord am Kasseler Halit Yozgat.

Dass jedoch nicht nur die ausgestellte Kunst, sondern die Institution Documenta an sich hochpolitisch ist, zeigt nun eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin. Das kuratorische Team seziert die ersten zehn Ausga…

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