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„Eine Illusion“

Die digitalen Improvisationen des Theaters in Zeiten von Corona sieht Jakob Hayner kritisch, das Theater arbeite damit möglicherweise unfreiwillig seiner Selbstabschaffung entgegen, findet er. Dem ins „Karitative gehende Programm“ vieler Theater angesichts einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft kann der Autor auch wenig abgewinnen. In seinem Essay Warum Theater fragt er deshalb auch, wie die Bühne heute an intellektueller Relevanz gewinnen kann.

der Freitag: Herr Hayner, im Fernsehen sah ich jüngst, wie ein Kabarettist sein Programm vor parkenden Pkws darbot. Ist so etwas auch im Theater geplant?

Jakob Hayner: Im Moment wird wahnsinnig viel improvisiert. Mit Drive-in-Theatern oder im Internet. Die Digitalisierung kommt zuweilen wie ein Allheilmittel daher. Man erhofft sich unendlich …

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