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Ihr, wir, ach

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„Diese Woche beim Perfekten Dinner: Exilrussen“

Foto: Westend61/Imago

Früher, in der anderen Zeitrechnung, in der ich keine Kinder hatte und mehr Zeit war, nicht nur für mich, sondern für alles, da guckte ich wahnsinnig gern Das perfekte Dinner. Ich sah denen im Fernsehen beim Kochen zu, während ich Tiefkühlpizza futterte, blickte in Wohnungen und vermeintlich ins Leben hinein, ich lachte und wunderte mich. Und machte mir, um dem schlechten Gewissen angesichts dieser voyeuristischen, höchst sinnlosen, und wie ich stark spürte, peinlichen Leidenschaft zu entgehen, viele Gedanken: über die Qualität des deutschen Fernsehens, narzisstische Sehnsüchte der Laienköche, die menschliche Sehnsucht, zu gelten.

Einmal fuhr ich mit meinem besten Freund nach Russland, wo wir mit Begeisterung …

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