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Sex nur mit Ausweis

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Sexarbeiter nur als Opfer zu sehen – dagegen begehren viele Frauen auf Illustration: der Freitag

„Ich war neugierig und hatte keine Lust, mich als studentische Hilfskraft ausbeuten zu lassen. Zuvor hatte ich kurz in der Gastronomie gearbeitet, das war schlimm. Meine Familie übte ziemlichen Druck auf mich aus, etwas neben meinem Studium dazuzuverdienen. Dann gehe ich eben anschaffen, dachte ich.“ Marleen ist Mitte zwanzig und Sexarbeiterin. In der Hurenbewegung engagiert sie sich schon länger, sie kämpft für bessere Arbeitsbedingungen in ihrem Beruf.

Wie für viele ihrer Mitstreiterinnen gehört Sexarbeit für sie in den Bereich der Care-Arbeit. Die Dienstleistung, die Sexworker für ihre Kundschaft verrichten, sei ebenso wichtig wie die einer Erzieherin oder einer Krankenschwester, …

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