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„Die kannibalische Weltordnung überwinden“

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„Wir haben es mit struktureller Gewalt in der Weltwirtschaft zu tun“ Illustration: der Freitag

der Freitag: Herr Ziegler, Sie sind 83 Jahre alt. In Ihrem Buch lassen Sie Ihre Kämpfe Revue passieren und sprechen von einer Pause am Wegesrand. Nun reisen Sie nach Hamburg zum G20-Gipfel. Warum kämpfen Sie weiter?

Jean Ziegler: Wir dürfen nie aufgeben, die kannibalische Weltordnung zu überwinden. Die dahinsiechenden Vereinten Nationen müssen wieder zum Leben erweckt werden. Ich halte es mit Dostojewski, der sagte: „Jeder ist verantwortlich für alles vor allen.“

Kannibalische Weltordnung – ist das eine Zuspitzung oder beschreibt das Ihrer Meinung nach die Wirklichkeit angemessen?

Ich übertreibe nicht. Allein im Jahr 2016 sind 54 Millionen Menschen verhungert oder an Aids und Epidemien…

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