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Wind statt Schweröl

„Wann er es leid war, „sich von der Gesellschaft einlullen zu lassen“, wie er sagt, weiß Cornelius Bockermann nicht mehr genau. In seinem früheren Leben fuhr er Porsche und besuchte edle Dinnerpartys. Das dafür nötige Geld hatte er im Offshore-Business verdient. Mit seiner eigenen Firma barg er Schiffswracks vor der afrikanischen Küste oder transportierte komplette Öl-Plattformen. Eine sprudelnde Geldquelle. Doch „sich einlullen lassen“ ging irgendwann nicht mehr. Bockermann sah den Plastikmüll an den Stränden, die Ölteppiche havarierter Frachter. „Die konventionelle Schifffahrt ist eine Umweltschweinerei“, sagt Bockermann heute. Er meint Schiffe groß wie schwimmende Städte, bei denen eines bis zu 19.000 Container laden kann. Container voll mit T-Shirts „made in Bangladesh“, Smartphones…

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