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Finale, oh, oh

Nach allem, was wir bislang über die Conditio humana wissen, verbringen wir den größten Teil unseres Lebens zwischen wehmütiger Rückschau und sorgenvollem Blick in die Zukunft. Der Moment, davon erzählt jedes kulturelle Artefakt, lässt sich weder festhalten noch irgendwann einholen. Für den Künstler bedeutet das tragischerweise, dass es kein Zurück gibt zu früheren Produktions- und Geisteszuständen, die das Schaffen einmal leicht und angstfrei erscheinen ließen. Nicht wenige scheitern an diesem Problem, das Ergebnis sind enttäuschende bis miserable zweite Platten, Bücher und Filme.

Gerade deshalb aber ist der britischen Band Metronomy, genauer gesagt dem für jeden einzelnen Ton verantwortlichen Joseph Mount, etwas Bemerkenswertes gelungen: Ihr fünftes Album Summer 08 setzt auf mehreren …

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