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Wer hat Angst vor Identitätspolitik?

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Grafik: der Freitag

Identitätsgeschrei

Zuletzt war es Sahra Wagenknecht: Identitätspolitik, schreibt sie in ihrem neuen Buch, laufe darauf hinaus, „das Augenmerk auf immer kleinere und immer skurrilere Minderheiten zu lenken, die ihre Identität jeweils in irgendeiner Marotte finden, durch die sie sich von der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden und aus der sie den Anspruch ableiten, ein Opfer zu sein“. Davor war es Wolfgang Thierse, der in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung besorgt fragte, wie viel Identität die Gesellschaft vertrage: Werden Identitätskämpfe „wie andere Ideologien“ zu „blutigen Konflikten“ führen? Die Debatte über Identitätspolitik wird partei- und spektrenübergreifend geführt, immer aufgeregt, immer wütend. Nie ruhig. Selten zuhörend. Und gerne missverstehend.

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