Loading

Nummer PM3900013

placeholder article image
Cristina Cattaneo an ihrem Arbeitsplatz an der Uni Mailand. Die Schädel gehören der Universität und sind nicht von Geflüchteten

Foto: Alessio Mamo

Es war ein junger eritreischer Flüchtling, ungefähr 1,80 Meter groß und sehr dünn, dessen Leiche die Pathologin Cristina Cattaneo in einem Hospital auf Sizilien untersuchte. Während der größte Teil des Körpers keine Verletzungen aufwies, waren Gesicht und Hände skelettiert, wahrscheinlich das Werk von Meerestieren. Am Morgen des 3. Juli 2015 hatte man den Toten nach einem Schiffsuntergang Tage zuvor mithilfe eines Marine-roboters geborgen. Seinerzeit kamen Hunderte ums Leben. Die Menschen stammten aus Senegal, Mauretanien, Nigeria, der Elfenbeinküste, Sierra Leone, Mali, Gambia, Somalia und Eritrea. Von der Küste Nordafrikas waren sie…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.