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Die Bürokratie der Nazi-Kerker

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Szene aus „Zustand und Gelände“

Foto: Grandfilm

Deutsche Kleinstädte in winterlichem Grau: Straßen und Plätze, Wohnhäuser, Herrenhäuser, Festungen, Fabrik- und Turnhallen. Was die Gebäude verbindet, ist, dass sie in der NS-Zeit als Gefängnisse genutzt wurden. So unspektakulär viele der langen Einstellungen in Zustand und Gelände, so förmlich die Sprache vieler Briefe, die im Off vorgelesen werden: Es handelt sich um bürokratische Schriftstücke aus der NS-Zeit. Ihr Inhalt ist spektakulär in seiner Grausamkeit: Das Schicksal der Insassen von Gefängnissen und Lagern wird darin verhandelt. Die meisten solcher Gefängnisse, erfahren wir, gab es in Sachsen. Das Bundesland, mit dem man heute politisch vor allem eine starke Neonazi-Szene assoziiert, wurde in den 20er Jahren von Kommunist…

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