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BRD ausdünnen!

In den Corona-Wochen war die Wohnung plötzlich ein Reich. Mir fast ein wenig zu spießig, der Blick nach schief liegenden Tagesdecken. Und am Küchentisch bei den verlängerten Frühstücksgesprächen der Blick auf Harenbergs Kunst-Kalender. In der Zeit bis zur ersten Telefonkonferenz. Der Kunst-Kalender, den ich seit zehn, zwölf Jahren auf dem Küchentisch zu stehen habe, gab den Anstoß. Sechs Mal die Woche ein neues Blatt, mit Text über einen Künstler und sein Werk auf der Rückseite, rund 300-mal im Jahr. Wenn in der Ausgabe für dieses Jahr fünf oder sechs dabei sind, die aus der Ex-DDR stammen, sind das viele. Ich habe keine Strichliste geführt, aber durchgeschaut. Zuletzt, eine Woche nach seinem Sechzigsten, war Neo Rauch vertreten.

Als Hauptakteur der Neuen Leipziger Schule ist Neo Rauch s…

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