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Seltsame Andacht

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Enge und Hektik des Großstadtlebens werden oft als sehr bedrückend empfunden

Foto: Pierre Adenis / LAIF

Klänge hat das Tempelhofer Feld schon viele geschluckt – die Aufmärsche der preußischen Armee, das Gebrüll der Fußballhelden von BFC Germania 1888, später die röhrenden Getriebe der Rosinenbomber. Das „Große Feld“ zeichnet die Lautschriften seiner Paradigmenwechsel ebenso wie die groben Betonnarben überm Grün. Vor fast genau fünf Jahren avancierte es zum Symbol der Freiheit. Durchgesetzt hatten das hunderttausende lautstarke Berliner, die sich gegen seine Bebauung wehrten. Seitdem erfüllt es vielerlei Bestimmungen – Grill-Areal, Drachensteiger-Wettstrecke, Joggingbahn, Eventmeile. Wer oder was auch immer hier spielt und tönt – Berlins große Brache erträgt es mit Gleichmut und …

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