Loading

Weiße Jungs bringen’s nicht

In der Akademie der Künste hat man selten eine besser aufgebaute und installierte Ausstellung gesehen. Die Räume wirken großzügig und frei, Kunstwerke haben Platz, wo sie ihn benötigen. Die Führung von Wegen und Licht ist schlicht großartig. Aufgeräumt und präzise wirkt diese zehnte Berlin Biennale an all ihren Ausstellungsorten, so als sei ihr diesjähriges Motto eben nicht nur eine artifizielle Worthülse; we don‘t need another hero. Konkret scheint das zu heißen: Auf Diskurs-Spektakel wurde verzichtet.

In einem Interview im Katalog spricht die Kuratorin Gabi Ngcobo von der Idee, eine Ausstellung zu machen, die nicht wie eine Ausstellung aussieht. Was vielleicht heißt: Konfrontation muss man suchen, sie findet nicht statt, ausgerechnet dort nicht, wo es sich anbietet. Als da wären die T…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.