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Ihm nach!

Als Rainer Robra, sachsen-anhaltinischer Minister für Kultur, Anfang Mai im Festsaal des Schlosses Wörlitz ein Grußwort zum Auftakt des Forster-Jahres sprach, griff er beherzt in den aktuellen deutschen Kulturkampf ein: Georg Forster – das wäre doch mal ein guter Beitrag für „Seehofers Heimatministerium“! Einen „Kosmopoliten“ gebe es wieder zu entdecken, einen der für die „Gleichheit aller Menschen“ gewesen sei.

Robra ist Mitglied der CDU, manchmal sind die Dinge nicht so eindeutig, wie sie scheinen. Das gilt auch für eine der faszinierendsten Gestalten der historischen deutschen Aufklärung, Georg Forster. Denn dieser Forster, der 1779 vom Fürst Franz und Fürstin Louise nach Wörlitz eingeladen wurde, um über seine Südseereisen Auskunft zu geben, war ein Radikaler.

Nur wenig Jahre später…

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