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Gaia gegen Globus

Der Mensch erscheint im Holozän. Wer sich an die grafischen Darstellungen der Erdzeitalter erinnert, wie es sie im Geografieunterricht und sicher auch in manchem Jugendzimmer zu bestaunen gab, wird wahrscheinlich noch heute Ehrfurcht vor der langen Zeitspanne empfinden, in der es unseren blauen Planeten vor der Existenz von Menschen schon gab. Bei den Jahrmillionen, in denen die Geologie die Erdgeschichte misst, nehmen sich die knapp 12.000 Jahre Menschenzeit tatsächlich reichlich mickrig aus. Verständlich auch, dass vielen vor allem in Zeiten des Kalten und der Gefahr eines atomaren Weltkrieges das Dasein des Menschen auf der Erde oft wie ein sehr fragiles, leicht zu beendendes Gastspiel erscheinen musste.

Nicht, dass sich das geändert hätte. Überhaupt gar nichts garantiert, dass ein...

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