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Kein Mündel mehr

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Bamako, Platz der Unabhängigkeit, 4. Juni 2021

Foto: Michele Cattani/AFP/Getty Images

Anfang Mai sind in der Hauptstadt Bamako die Banken geschlossen und die öffentlichen Dienste außer Betrieb. Der Streikaufruf der größten Gewerkschaft – eine Reaktion auf erfolglose Verhandlungen mit der Regierung über höhere Löhne und Zuschläge – zeigt Wirkung. In dieser Lage treten Übergangspräsident Bah N’Daw und sein Premier Moctar Ouané die Flucht nach vorn an und wollen eine neue Regierung zusammenstellen. Allerdings versäumen sie es, den eigentlich mächtigen Mann einzubinden: Vizepräsident und Verteidigungsminister Colonel Assimi Goïta, der offenbar durch den Vertreter eines anderen Flügels der Armee kaltgestellt werden soll. Goïta kommt diesem Ansinnen am 24. Mai durch die Verhaftung von…

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