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Kap der Unruhe

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Der sozialistische Präsidentschaftskandidat Pedro Castillo begrüßt seine Unterstützer in Lima

Foto: Ricardo Moreira/Getty Images

Zunächst lag bei der Stichwahl um die Präsidentschaft Keiko Fujimori mit einem Plus von fünf Prozent vorn. Die Stimmen für die Rechtspopulistin waren im Großraum Lima und einigen Städten am schnellsten erfasst. Dann aber schloss der Sozialist Pedro Castillo von „Perú Libre“ mit seinen Hochburgen im abgelegenen Bergland zusehends auf. Die Auszählung des letzten Fünftels der Stimmen dauerte mehr als 48 Stunden. Am Dienstagabend führte der Linkskandidat mit 50,2 Prozent, doch war das Votum der Auslandsperuaner noch offen.

Auf das Wahlverhalten hatte vielfach das Mantra vom kleineren Übel Einfluss. Die einen fürchteten, man müsse wieder mit einem Regime wie…

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