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Ein Russe. Oha! Hm

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Es sind ganze Welten, die Rosemarie Tietze mit ihren Übersetzungen den Deutschen zugänglich macht

Foto: Lennart Laberenz

Gleich wird es schwarzen Tee geben, helle Kekse, aber erst: Bedingungen. Rosemarie Tietze lacht ein wenig, es ist ihr wichtig, sie hebt die Arme zur Decke, wendet ihre Handflächen: Schreiben Sie bitte nichts über diese Wohnung! Einmal sei eine Reporterin vorbeigekommen, fabulierte hinterher von einer Bücherhöhle unter dem Dach. Seit 40 Jahren lebt Tietze hier, nur deshalb kann sie sich noch die Miete, vielleicht diesen Teil Münchens leisten. Ihr Lachen ist verschwunden, Empörung in der Stimme, Bücherhöhle, das mochte Rosemarie Tietze, geboren 1944 in Oberkirch, Baden, gar nicht. Scharfes Ausatmen.

Dann bringt sie Tee, eine Tasse aus Russland, golden verziert. L…

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