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Wut schockiert eine erschöpfte Gesellschaft

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Schon lange erschöpft: „Black Lives Matter“-Demonstration in Boston, Massachusetts am 2. Juni 2020

Foto: Maddie Meyer/Getty Images

Es sind die massivsten Ausschreitungen in den USA seit dem Mord an Bürgerrechtsführer Martin Luther King im April 1968. Seinerzeit explodierten Dutzende von Städten. Mehr als 40 Menschen kamen um, Tausende Nationalgardisten marschierten auf. Damals wie heute zeigen die TV-Kameras gern Bilder von brennenden Geschäften und plündernden jungen Männern, wenn möglich schwarz. Damit lässt sich schnell eine Debatte anstoßen über unberechtigte Mittel des Aufruhrs, und Donald Trump kann seine Gewaltfantasien loswerden. Entschieden wichtiger als die Exzesse sind aber die Beweggründe der Protestierenden. Die Menschen sind empört darüber, dass es normal ist für d…

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