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Wo man blättert, liest man

Als in der Schweiz 2007 die Buchpreisbindung aufgehoben wurde, stand die Branche unter Schock, doch zehn Jahre später zeigt sich, dass die Untergangsszenarien nicht eingetroffen sind. Zwar ist die Zahl der Buchhandlungen in der Schweiz seit der Aufhebung der Preisbindung um ein Drittel zurückgegangen – doch das gilt auch für Deutschland, trotz Buchpreisbindung. Da der Schweizer Buchmarkt zu 80 bis 90 Prozent von Deutschland abhängig ist, schlagen das Währungsgefälle sowie das unterschiedliche Preisniveau stärker zu Buche als die Freigabe der Preise. Entgegen der Erwartungen hat die Aufhebung der Buchpreisbindung nicht dazu geführt, dass die Bücher billiger wurden. Denn dass der durchschnittliche Preis für ein Hardcover-Buch von 36 bis 38 Franken auf etwa 30 Franken gesunken ist, liegt a…

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