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Wir sind drin!

Ende der 90er saß Boris Becker in einem Werbeclip für AOL vor dem Computer und konnte sein Glück kaum fassen: „Ich bin drin!“ Danach wollten sie alle rein in dieses Internet. Nicht unbedingt wegen Becker, sondern weil sie darin zu Recht eine neue Welt vermuteten. Ein Geflecht von Netzwerken und Bildern, Kampfzonen und Verlockungen, in dem wir liken und posten, wünschen und bekennen.

In der Kunst ist das „drin sein“, das Eintauchen in Welten, schon lange ein großes Thema. Hier spricht man inzwischen von Immersion und meint damit nicht bloß Virtual-Reality-Trips mit Oculus-Rift-Brille auf dem Kopf, sondern auch Künste, die Situationen herstellen und eine Reaktion einfordern. Die Berliner Festspiele widmen dem von viel akademischem Wortgeklingel umschwirrten Begriff seit 2016 einen auf dre…

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