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Vielversprechend gefährlich

In den Häuserschluchten von Buenos Aires hallen Trommeln und Parolen lautstark wider, Tausende Menschen ziehen durch die breiten Boulevards. Sie sind zur vierten jährlichen Demonstration der Bewegung Ni Una Menos („Nicht eine weniger“) gekommen. Die Anfang Juni 2015 entstandene Bewegung demonstriert regelmäßig gegen Misogynie und Frauenmorde – und hat inzwischen auch internationale Ableger. 2015 wurde die Öffentlichkeit noch von der großen Anzahl der Demonstrierenden überrascht, in diesem Jahr aber war damit zu rechnen. Nicht nur, weil im Land nach wie vor etwa alle 30 Stunden ein Femizid stattfindet – also eine Frau deshalb getötet wird, weil sie eine Frau ist. Diesmal mobilisiert ein weiteres Thema die Menschen: Seit März wird im Repräsentantenhaus ein Gesetzentwurf zur Legalisierung …

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