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Bier gewinnt

Ein Staat ohne Territorium, wie soll das gehen? Bei Thomas Hobbes war er noch ein Leviathan, ein Staatsungeheuer, das angeblich gebraucht wird, weil es die Menschen davor bewahrt, sich gegenseitig umzubringen. Hegel meinte in selbigem gar die „Wirklichkeit der sittlichen Idee“ zu erkennen. Ebendiese Wirklichkeit bringt für gewöhnlich drei Voraussetzungen mit: ein Staatsgebiet, ein Staatsvolk und – zu guter Letzt – die Staatsgewalt. Im neuen Roman Andere Akkorde von Simone Schönett ist nun alles anders, aber wirklich alles! Doch von vorn: In einer Hamburger Hafenkneipe träumt eine Gruppe Roma-Aktivisten davon, einen eigenen Staat auszurufen, nur eben ohne Land. Es bräuchte etwas, an das sämtliche Roma glauben könnten, von Portugal bis zum Ural. Warum nicht: Keine andere Minderheit steht …

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