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Nimm ein Cocktailglas

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Audrey Hepburn 1957 als „Süßer Fratz“ im Existenzialistenlook Foto: United Archives/Imago

Ich wurde jung zur Existenzialistin: als ich das Geld, das mir meine Oma zum 16. Geburtstag geschenkt hatte, für Jean-Paul Sartres Der Ekel ausgab. Mich reizten der Buchumschlag, mit Dalís zerfließenden Uhren vor einer kränklich grünen Felsformation, und der Klappentext, der einen „Roman über die Entfremdung des Individuums und das Rätsel des Seins“ verhieß. Ich wusste weder, was am Sein rätselhaft war, noch, was „Entfremdung“ bedeutete, obwohl ich dafür zu jener Zeit selbst das beste Beispiel bot.

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