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Eine Zäsur, die beschämt

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„Hauptmann Franke im Kampf gegen die Hereros“, 1904

Foto: The Print Collector/Heritage Images/Picture Alliance

Nach 115 Jahren hat die Bundesregierung endlich den Völkermord an den Herero und Nama in Namibia anerkannt und will um Entschuldigung bitten. Zweifellos eine Zäsur. Die Art und Weise, wie das geschieht, ist allerdings beschämend.

Er sei froh und dankbar, dass mit Namibia eine Einigung erzielt worden sei, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD), und zwar unter Beteiligung der Betroffenen. Wenn man eine Selbstverständlichkeit betont, wie etwa den Umstand, dass die Nachfahren der Opfer des Genozids an den Verhandlungen beteiligt waren, dann wohl vor allem deshalb, weil es nicht selbstverständlich ist oder nicht (ganz) stimmt. Schon im Vorfeld hatten Herero und Nama kritisiert,…

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