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Der Maßstab Mann

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Sicher und dekorativ, das Jagonari Centre 1987

Foto: Anne Thorne

Als der Architekt Le Corbusier in den 1940er Jahren „Le Modulor“ entwickelte, hatte er einen gutaussehenden britischen Gesetzeshüter vor Augen. Sein am Menschen ausgerichtetes Proportionssystem prägte die gesamte Nachkriegswelt. Es diktierte alles, von der Höhe eines Türgriffs bis zur Größe einer Treppe. Immer darauf ausgerichtet, es dem Idealtypus eines Ein-Meter-achtzig-Manns möglichst bequem zu machen. Sein Einfluss reichte bis hin zur Ausgestaltung der Straßenzüge, die sich an Größe und Bedürfnissen des Autos orientierten, mit dem unser imaginärer Held zur Arbeit fuhr. Als gebürtiger Schweizer, der in Paris arbeitete, hatte Le Corbusier zunächst 1,75 Meter als Maß angedacht, basierend auf der Durchschnittsgröße…

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