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Moral schweigt mal

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Beim Warten auf ihr Medikament empfand die Frau sich als Fremdkörper

Foto: Philip Provily/Plainpicture

Man fühlt sich ertappt, wenn man sich in die literarische Welt von Ana Schnabl begibt: ob beim Seitensprung nach einer Betriebsfeier oder die Aufregung beim ersten Treffen mit den Eltern des Geliebten. Die 1985 in Ljubljana geborene Autorin, die wohl zu den besten in Slowenien gehört, vermag es, Szenen zu entwerfen, die vertraut und zugleich abschreckend wirken. In ihrem nun auf Deutsch erschienenen Buch Grün wie ich dich liebe grün sind zehn Kurzgeschichten versammelt, die den Alltag und das dazugehörige menschliche Chaos einfangen. Im vergangenen Jahr erhielt sie für diesen Erstling den kroatischen Edo-Budiša-Preis für junge Literaten.

Hart ist in der Erzählung „Das Kind“ die …

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