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Salam aleikum erst mal

Salam aleikum erst mal – ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.“ Dieser Satz ist aus dem Off zu hören, bevor die Kamera den Blick freigibt auf einen jungen Mann mit dichtem schwarzen Bart. Das milchige Bild stammt von einer Videoaufnahme, in der Oray (Zejhun Demirov) kurz von seiner kriminellen Vergangenheit erzählt, aber vor allem von seiner Läuterung. Er habe Freiheit von seinen eigenen Trieben erlangt, und zwar durch den Islam. Aber die Videobotschaft ist kein Fanatiker-Zeugnis. Mehmet Akif Büyükatalays Erstlingswerk Oray nämlich wendet sich demonstrativ davon ab, wie Filme und Serien üblicherweise den Islam thematisieren. Statt den Weg des „Problemfilms“ zu nehmen, führt der Regisseur und Autor in den Alltag von zwei Liebenden ein. Und der spielt sich in vertraut aussehenden Wohnzimm…

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