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Die Trägheit der Havel macht mich verrückt

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Ist der Havel-Gott ein alter, weißer Mann?

Foto: Imago Images/Werner Schulze

Mein Garten liegt am Fluss. Damit muss man erst mal fertigwerden: immerzu das Glitzernde, Strömende, Wellende direkt vor Augen. Obwohl es eigentlich nicht so sehr strömt bei mir. Die Havel ist nämlich ein ziemlich stiller Fluss. Das liegt daran, dass sie auf einer Länge von 334 Kilometern einen Höhenunterschied von nur 43 Metern wettmacht. Das ist wirklich nicht viel.

Es ist sogar so wenig, dass man an manchen Tagen den Eindruck hat, die Havel fließe rückwärts. Und das ist vielleicht für manche Dinge, die in Berlin geschehen, kein ganz schlechtes Bild. Aber das gehört nicht hierher.

Ein Fluss ist etwas ganz anderes als ein See. Der See ruht, ist dunkel, und an seinem Grund hausen die Nymphen, jene schön…

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