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„Der Staat braucht unser Geld nicht“

Die „Modern Monetary Theory“ (MMT) ist seit einiger Zeit in aller Munde. Das hat damit zu tun, dass linke Hoffnungsträger wie Alexandria Ocasio-Cortez und Bernie Sanders sich die der MMT zugrunde liegenden Thesen zu eigen gemacht haben (der Freitag 17/2019). Einer der prominentesten MMT-Vertreter, der US-Amerikaner Warren Mosler, erklärt hier, warum Staatsschulden kein Grund für schlaflose Nächte sind und welchen Rat er dem nächsten Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) geben würde.

der Freitag: Herr Mosler, Sie vergleichen unsere modernen Währungssysteme mit Kinokassen. Wie ist das zu verstehen?

Warren Mosler: Nun, die Mächtigen scheinen zu glauben, dass die Regierung erst Geld einnehmen muss, bevor sie es ausgeben kann. Dass Kredite und Steuern nötig sind, um Ausgaben zu täti…

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