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Scheitern – kennste?

Großstädte sind Tempel der Einsamkeit. Berlin zum Beispiel: Von den 3,6 Millionen Einwohnern wohnt etwa ein Drittel allein. Damit ist die Hauptstadt keine Ausnahme: Ob New York City, Tokio oder Paris – da, wo die Moderne pulsiert, floriert die Isolation.

Warum ist das so? Haben Großstadtmenschen kein Bedürfnis nach Nähe? Oder ziehen hier nur alle hin, die gern würden, aber nicht können? Einer, der glaubt, das beantwortet zu haben, ist Michael Nast. In seinem Erfolgsbuch Generation beziehungsunfähig (2016) fiel seine Diagnose des Großstadt-Singledaseins vernichtend aus: Eine ganze Alterskohorte um die 30 habe das Lieben schlicht verlernt. Sie seien in einer Welt groß geworden, in der es in jeder Sphäre, vom Konsum über die Arbeit bis zur Beziehung, immer ein „besser“ gibt, wodurch langfr…

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