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Ab in den Heimalltag

Ab in die Produktion, so lautete das sozialistische Umerziehungsprogramm zur Disziplinierung von Anpassungsunwilligen. Man muss das nicht gut finden. Aber es hätte schon Charme, Regierungsmitglieder und Abgeordnete eine Zeitlang regelmäßig einen Tag in ein Krankenhaus oder Altenheim zu schicken, um ihnen eine erfahrungsgesättigte Ahnung davon zu vermitteln, was der von ihnen ständig im Munde geführte „Pflegenotstand“ eigentlich bedeutet. Sie würden dann vielleicht auch verstehen, wie viel (oder wenig) Entlastung die von CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigten 13.000 neuen Pflegestellen den alleine in der Altenhilfe tätigen 13.600 Einrichtungen bringen werden.

Dabei geht Spahn tatsächlich über die Vorgaben des Koalitionsvertrags hinaus, der lediglich 8.000 Stellen als Sofortmaßn…

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