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„Der arme Junge!“

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Die Haare zu „dreaden“ braucht Zeit und bringt Schmerz Foto: Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Mein Sohn hat seit ein paar Tagen Dreadlocks, und mein bester Freund sagt, er ist zehn Jahre zu früh dran. Mein Sohn ist sieben, von den Dreadlocks hat er ein Jahr lang geträumt, er hat sich die Haare wachsen lassen, sie geduldig aus dem Gesicht geschoben, im Sommer geschwitzt und allen Seufzern meiner Mutter, die in einem Ton, als würde dem Jungen Schlimmstes angetan, fragte, ob sie ihn nicht stören, widerstanden. Die Haare zu „dreaden“ – ein Verb, das mein Sohn und ich am selben Tag lernten – hat acht Stunden gedauert und ziemlich geschmerzt. Sein Papa sagt, er habe geweint, aber er wollte nicht aufhören, er wollte gern Papas Hand zum Drücken. Sein Bruder sagt, er hat ihm auch mal die…

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