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1967: Dann fiel ein Schuss

Der 2. Juni 1967 bezeichnet eine tief einschneidende Wende in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Ihre Folgen wirken bis heute nach. Und wahrscheinlich trug die Entwicklung des Landes seit Mitte der 60er Jahre am meisten dazu bei, dass sich die Menschen in den bis 1990 bestehenden beiden deutschen Staaten fremd wurden und zum Teil bis heute fremd geblieben sind. An jenem 2. Juni besuchte der Schah von Persien mit seiner Frau Farah Diba, begleitet von Heinrich Albertz, dem Regierenden Bürgermeister Westberlins, die Deutsche Oper an der Bismarckstraße, um sich eine Aufführung von Mozarts Zauberflöte anzusehen.

Der damalige Schah-Besuch muss erläutert werden, wenn man die Vielschichtigkeit der Folgen der Bluttat verstehen will. Kaum ein anderer Besuch eines ausländischen Staatsm…

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