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Istanbuls willige Helfer

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An der Genozid-Denkstätte Zizernakaberd in Jerewan Foto: Kirill Kudryavtsev/AFP/Getty Images

So gut wie kein anderes Thema kann die Regierung von Tayyip Erdoğan derart in Rage bringen wie die Deutung der Ereignisse zwischen 1915 und 1917, als im morbiden Osmanischen Reich hunderttausende Armenier bei Massakern und Todesmärschen ums Leben kamen. Der offizielle Leugnungsdiskurs der türkischen Politik gehört zum nationalen Selbstverständnis. Mit juristischen wie diplomatischen Mitteln wird energisch dagegen vorgegangen, dass die Vorgänge vor 100 Jahren als Völkermord bezeichnet werden. Dennoch, wer allein die damalige Führung des osmanischen Staates des Genozids bezichtigt, der droht zu vergessen – auch das Deutsche Reich war in diese monströsen Verbrechen verstrickt. Es besteht Na…

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