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Das weiche Wir

Für die einen verkörpert Podemos genau das, was in Deutschland fehlt. „Ein positiver Populismus von links, der die demokratischen und sozialen Rechte der normalen Leute gegenüber Eliten und Oligarchen artikuliert – und der diese Aufgabe nicht den Rechten überlässt“, so hat es kürzlich Freitag-Verleger Jakob Augstein beschrieben. Die anderen bleiben skeptisch gegenüber dem positiven Staatsbegriff und dem erklärten Machtstreben, für die Podemos und eine Führungsfigur wie Pablo Iglesias stehen.

Was mitteleuropäische Linke am meisten frappieren dürfte, wenn sie dem Podemos-Frontmann zuhören, ist der Umstand, dass der Charismatiker mit Kategorien hantiert, deren Wahlverwandtschaft mit autoritären Ideologien historisch belegt ist. „Heimat“ zum Beispiel. Der Begriff ist für Iglesias weder ein …

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