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Seine Kunst, jetzt

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Der Dresdner Schriftsteller Volker Braun

Foto: C3 Pictures/IMAGO

Coronalyrik – auch das noch! Was wird dabei wohl herauskommen? Larmoyante Selbstbespiegelung, die nichts als die bloße Aktualität zum Anker hat? Gewiss gibt es solcherlei dichterische Auswüchse. Aber es lassen sich auch Beispiele des Gelingens wie etwa Volker Brauns neuer Band Große Fuge finden. Statt ausschließlich die pandemische Tristesse zu beschreiben, rückt er die Pandemie pointiert, bisweilen äußerst provokativ in historische Kontexte – insbesondere immer dort, wo es um die Freiheit und das Verhältnis der/s Einzelnen zum Staat geht.

Am Anfang der Menschheitstragödie Corona steht jedoch die gigantische Einsamkeit: „Das ist deine Kunst jetzt / Allein zu sein, mit allen, und ernst / Auf dich gestellt wie der Ste…

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