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Dem Tod entfremdet

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Schön ist es nicht immer, das nackte Leben. Ist es der modernen Gesellschaft schon genug?

Foto: Georg Steinmetz/Agentur Focus

M it dem „Virus lernen zu leben“, hat sich als politische Maxime bislang (noch) nicht durchgesetzt. Vielmehr gab und gibt es vor allem zwei Ziele: die Ausrottung des Virus oder seine Unschädlichmachung durch Vakzine. Während Zero-Covid-Strategien abseits von Inseln keine Umsetzung gefunden haben, ist der dauerhafte Erfolg der Impfungen noch ungewiss. Zwar ist der Wunsch nach möglichst vollständiger Vermeidung von Covid-19 verständlich, doch spiegelt sich darin auch die Hybris der abendländischen modernen Kultur – ihr Streben nach totaler Kontrollierbarkeit der inneren und äußeren Natur.

Zugrunde liegt diesem Streben die „cartesische Trennung“ von Subjekt u…

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