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Im Nebenberuf Idylliker

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Droste nahm es mit jedem auf und verstand das auch als Dienst an der Gesellschaft, als Notwehr für alle

Foto: Katja Hoffmann/laif

Von Toten wird gern bekümmert festgestellt, dass sie fehlen. Das ist sehr albern, denn was bitte sollten sie denn sonst tun? Alle anderen sind ja da, und das ist nicht immer schön. Wer das zeitlebens wusste und zuverlässig unter der Anwesenheit einer beachtlichen Ansammlung von Nichttoten litt, war der Schriftsteller, Vortragskünstler und Sänger Wiglaf Droste, dessen früher Tod, mit nur 57 Jahren, in der letzten Woche von einem gesamtdeutschen Medienchor, sogar in der Tagesschau, ausgiebig beklagt wurde. Es soll Leute geben, die sich verstört die Augen rieben: Droste in den Weltnachrichten des Ersten Deutschen Fernsehens? Okay, nur über seine Leiche, …

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