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Aufklärerin im Vatikan

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Am Anfang vom Ende war das Wort: Lucetta Scaraffia traf nicht immer auf wohlwollende Leser

Foto: Eric Vandeville/Abaca/dpa

Am 26. März schickte Lucetta Scaraffia einen Brief an Papst Franziskus. Zu diesem Zeitpunkt war sie gerade Chefredakteurin des vatikanischen Hochglanz-Frauenmagazins Donne Chiesa Monde (dt. Frauen, Kirche, Welt). Ein Titel, der seit seiner Gründung vor sieben Jahren die Misogynie der katholischen Kirche ins Fadenkreuz nahm. Das Magazin deckte auch die schockierenden Fälle des sexuellem Missbrauchs von Nonnen mitsamt den heimlichen Abtreibungen auf, die Priester bezahlten, um die Beweise loszuwerden.

„Wir werfen das Handtuch“, teilte sie dem Papst mit, „weil wir uns einer Atmosphäre aus Misstrauen und andauernder Delegitimierung ausgesetzt fühlen.“ Mit „wir“ …

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