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Transzendenz wagen

Zu Beginn des 71. Filmfestivals von Cannes wurde wieder einmal der Teufel an die Wand gemalt. Die Debatten um Geschlechtergerechtigkeit und Missbrauchsskandale in der Filmbranche bestimmten die Medienberichte, der Konflikt mit Netflix, das sich beleidigt zurückzog, überschattete die Filmauswahl. In den ersten Festivaltagen kamen die Unkenrufe der US-Filmbranche hinzu, die dem Treiben an der Croisette ein Ende des alten Glanzes bescheinigen wollten. Zu wenig Stars am roten Teppich! Zu wenige Publicity-Stunts!

Und die Filme? Über die wollte zuerst niemand reden. Dabei hatten Thierry Frémaux und seine Kuratoren den Wettbewerb endlich ein wenig durchlüftet. Zum Beispiel mit dem Japaner Ryusuke Hamaguchi, dessen Asako I & II eine eigenwillige, manische Liebesgeschichte um eine Frau zwisc…

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