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Parodie wider Willen

Ein Spaßvogel könnte sagen: Übertriebenes Anspruchsdenken ist das Problem von Sympathisanten nicht. Gleich zu Beginn des Dokumentarfilms, der das Verhältnis von Filmemacherinnen und anderen Kulturschaffenden zur RAF in den 70er Jahren erhellen will, bescheidet dessen Regisseur Felix Moeller aus dem Off nüchtern und bescheiden: „Und ich werde das auch nicht leisten können.“

Moeller ist Historiker und Filmemacher, vor allem aber Sohn und Stiefsohn. Von Margarethe von Trotta und ihrem langjährigen Lebensgefährten Volker Schlöndorff, die man als linke Boulevardpresse seinerzeit wohl als „Traumpaar des deutschen Films“ bezeichnet hätte. Gemeinsam verfilmten die beiden etwa Heinrich Bölls Erzählung Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1975), die vom Denunziantentum der wiederum konservative…

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