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Kaffeekochen war nicht

Ich kenne Susanne Schunter-Kleemann seit drei Jahrzehnten, wir hatten immer wieder miteinander zu tun, uns aber noch nie persönlich getroffen. Als ich ihr in ihrer lichtdurchfluteten Wohnung im Ostertor-Viertel in Bremen erstmals begegne, erleben wir spontane Nähe. Zwischen den Gemälden ihres Ex-Mannes, eines Kunstmalers, und ihren eigenen Bildern als „spätberufene Autodidaktin“, wie sie sagt, erzählt sie mir davon, dass sie gerade von einer von ihr mitbestückten Ausstellung über APO-Frauen in Bielefeld zurückgekehrt ist. Wir beschließen, auch für dieses Interview beim Du zu bleiben.

der Freitag: Susanne, wie erklärst du dir, dass bislang immer Männer die Erinnerung über 1968 dominiert haben? Warum hat es 40, 50 Jahre gedauert, um den weiblichen Anteil an ’68 sichtbar zu machen?

Susanne…

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