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„Die Platte setzte sich durch“

Ein streng schwarz-weiß gehaltenes Haus in Lövenich, wo Köln längst Vorortsiedlung ist, Spitzgiebel, Ausfallstraßen, Parkplatznot. Wolfgang Pehnt öffnet die Tür: Der Architekturhistoriker ist gerade aus Turin zurückgekehrt, er wollte die Stadt seinen Kindern zeigen. Streuselkuchen im noch frühlingsgrünen, bald sommerheißen Garten. Für das Gespräch setzen wir uns ins Wohnzimmer, schwarze Möbel, von der Wand schaut eine weite Kohlezeichnung herab – die monumentalen Dachklüfte der Wallfahrtskirche Maria in Neviges. Nachdem Wolfgang Pehnt eine Monografie über den Architekten Gottfried Böhm veröffentlichte, habe der mit der Zeichnung vor seiner Tür gestanden.

der Freitag: Herr Pehnt, ist es zu rasch überblickt, oder haben die 68er in der Architektur nur geringe Spuren hinterlassen?

Wolfgang …

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