Loading

Spiegel der Literatur

In einer Zeit, in der vor lauter Schreiben kaum einer Zeit zum Lesen des Selbstgeschriebenen hat, geschweige denn für das der anderen, ist das Schreibheft eine herbe Herausforderung. Zweimal im Jahr kommt es äußerst kompakt mit anspruchsvoller Lektüre daher. Dass sein Titel anderes suggerieren mag, kommt daher, dass es, als es vor 40 Jahren erstmals in Essen erschien, aus einem VHS-Kurs zum Selberschreiben hervorgegangen war. Ab Heft 4 kam Norbert Wehr hinzu. Sukzessive erweiterte sich das Spektrum über Lokal- und Regionalfabrikate hinaus. Afrikanische Literatur, Peter Weiss, aber auch seinerzeit „aktivistische“ Autoren wie Peter-Paul Zahl oder Michael Buselmeier. Wiederentdeckungen wie Djuna Barnes oder Ernst Weiß.

Im Heft 21 („Weibliche Ästhetik“) polemisierte Gert Mattenklott 1983 ge…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.