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Die Komplizin

Ivanka Trump hat ein Buch über weibliches Empowerment geschrieben – und es ist ungefähr so feministisch wie ein Bikiniwaxing in Hakenkreuzform. Gäbe es in Women Who Work irgendwelche Ratschläge, die auch nur im Ansatz relevant sein könnten für eine Frau, die schon einmal für ihren Lebensunterhalt arbeiten musste, müssten wir das Buch für sich genommen ernst nehmen. So aber können wir diesen Wirrwarr alberner Plattitüden, zusammengetragen von einer Erbin und Unternehmerin, im kalten, harten Licht der postliberalen Propagandakriege betrachten.

Women Who Work ist eine unselige Tirade spätpatriarchalisch-kapitalistischer Wahrsagereien, die als zartrosa Selbsthilfefibel daherkommt. Dass die Autorin dieses Park-Avenue-Zauberbuchs ernsthaft als „neues Gesicht des Feminismus“ gelten könnte, ist…

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